Das Thema Risikomanagement ist den Verantwortlichen in der Leitung von Kliniken zumeist ebenso bekannt, wie die damit verbundene Notwendigkeit zur Einführung eines Risikomanagementsystems (RMS). Daher geben die in verschiedenen Erhebungen befragten Kliniken bzw. deren Leitungsorgane zumeist an, , dass sie entweder hinreichend aufgestellt oder auf einem „guten Weg“ seien. Im Rahmen von externen Audits lässt sich jedoch oft genug feststellen, dass die Betrachtungsweise sowohl zu Inhalt und Umfang eines RMS, also auch zu dessen Umsetzung in organisatorischer und personeller Hinsicht sehr unterschiedlich ist. .

Seit Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes sind zugelassene Krankenhäuser in der medizinischen Versorgung GKV-Versicherter zur Einrichtung von Risikomanagement- und Fehlerberichtssystemen verpflichtet. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat hierzu in Richtlinien konkret Mindeststandards festgelegt. und die Qualitätsmanagement-Richtlinien zur vertragsärztlichen, vertragszahnärztlichen sowie stationären Versorgung mit der aktuellen, sektorenübergreifenden QM-Richtlinie vom 17.12.2015 zusammengefasst, um gleiche Regeln und Standards zu gewährleisten. Insbesondere sollen Fehlermeldesysteme für alle Mitarbeiter abteilungs- und berufsgruppenübergreifend niederschwellig zugänglich und einfach zu bewerkstelligen sein. Meldungen müssen freiwillig, anonym und sanktionsfrei erfolgen können(vgl. www.g-ba.de).